Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Panzertruppe: Laut einem Bericht des norwegischen Magazins TU wird dabei mit der Oculus Rift VR Brille gearbeitet, die man ansonsten nur für VR Spiele wie Syndrome VR kennt. Dabei ist es das große Ziel, den Soldaten im Panzer einen Rundumblick um ihr Gefährt bieten zu können, obwohl der Panzer verschlossen ist. Mit dieser Variante könnte man also auch unter feindlichem Beschuss das umliegende Gelände gut beobachten und analysieren. Dabei werden am Äußeren des Panzers 4 Kameras justiert, die in jede Himmelsrichtung filmen. Die Daten der Kameras werden dann anschließend in einen Computer im Inneren des Fahrzeugs gesendet und dort verarbeitet und den Soldaten angezeigt. Parallel dazu bekommt die Panzerbesatzung über die VR Brillen die momentane Geschwindigkeit des Fahrzeuges, den Neigungswinkel und Umgebungsdetails angezeigt, was es für den Soldaten wesentlich einfacher machen soll, alle wichtigen Daten auf einen Blick zu haben.
Panzer und VR – Bald Alltag im Militär?
Das Verfahren ist allerdings nicht neu: In vielen Streitkräften auf dieser Welt wird Virtual Reality bereits intensiv genutzt und in verschiedenen Einsatzfeldern verwendet. In Russland benutzt die Luftwaffe beispielsweise spezielle VR Brillen, um die Piloten besser auf Einsätze vorzubereiten und realistischere Ausbildungs – und Übungsmöglichkeiten bieten zu können. Und auch Israel rüstet manche Soldaten mit der ultramodernen Microsoft HoloLens Brille aus, was natürlich für viele Neuland darstellt. Das das Ganze dabei ganz sicher kein Spiel ist, wird dabei besonders betont. Sinn und Zweck ist es, durch VR mögliche Kriegsstrategien zu entwickeln und Operationen wie Verwundetetenbergung oder Reperatur von Maschinen besser zu analysieren und zu verbessern.
Hier ein Video das amerikanische Soldaten im Einsatz mit der VR Technik zeigt:
Allerdings ist die Technik aus Sicht der Millitärs noch nicht weit genug ausgereift, um bereits jetzt für eine breite Masse an Soldaten zur Verfügung zu stehen. Das israelische Millitär sprach dabei von einem möglichen Einsatz in 5-10 Jahren. Aber auch aus finanzieller Sicht ist eine Lösung über Produkte wie die HoloLens von Microsoft eine sinnvolle Investition für das Verteidigungsministerium, denn mit circa 2000€ pro Stück ist es lange nicht so teuer wie andere millitärische Innovationen, die neu auf den Markt kommen.
Ein weiteres Problem, was die israelischen Millitärs an der jetzigen Einsatzfähigkeit der VR Brillen zweifeln lässt ist zudem die stellenweise fehlende Internetabdeckung, da man mit derartiger Technik einen permanenten Online Zugriff benötigt. Unerforscht ist zudem die längerfristige Belastung der Soldaten durch so ein hohes Maß an Informationen und es ist fraglich, ob die Soldaten gerade in extrem anspruchsvollen Gefechtssituationen die gebotenen Informationen überhaupt effektiv nutzen können. Es bleibt also noch spannend.
Auch wenn wir gegenüber der millitärischen Verwendung von VR skeptisch gegenüber stehen, da es auf kurz oder lang dadurch auch das töten von Menschen vereinfacht, so ist es aus Entwicklungssicht sicherlich ein gutes Zeichen, dass Virtual Reality auch beim Millitär angekommen ist, denn nirgendwo gibt es ein so riesiges Kapital zur Forschung und Entwicklung wie im Rüstungssektor und Neuentwicklungen des Millitärs in der VR Branche werden sicherlich auch irgendwann den herkömmlichen Markt bereichern und eine Menge neuer Möglichkeiten mit sich bringen.
In jedem Fall bleiben wir auf dem Laufenden und werden über Neuerungen informieren.
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